SV Grün-Weiß Wörlitz e.V.

Endlich ein Teil des Ganzen

News Team, 13.11.2017

Endlich ein Teil des Ganzen

REPPICHAU/MZ - Es war die bislang härteste Zeit des Fußballers Martin Sitte. Fit war er ja schon im August und September gewesen. Doch erst am 1. Oktober durfte der Neuzugang auch endlich das Trikot der SG Reppichau tragen. Eine Sperre, die er Ende Mai noch im Trikot des SV Dessau 05 kassierte, hinderte ihn am Fußballspielen.

Die verbale Entgleisung im Verbandsligaspiel gegen Lok Stendal bereut er heute, denn: "Es ist eine blöde Situation, die einfach nur nervt", sagt der Mittelfeldspieler. Gemeinsam mit Benjamin Girke war er im Sommer vom SV Dessau 05 nach Reppichau in die Landesliga Süd gewechselt. Am Sonnabend gegen den MSV Eisleben standen sie erstmals gemeinsam auf dem Feld. "Benni war bis dahin verletzt und konnte nicht spielen, ich war fit, aber war selber daran Schuld, dass ich nicht spielen konnte." Während Girke beim 3:1-Sieg gegen Eisleben seine ersten Einsatzminuten im Reppichauer Trikot erlebte, ist Martin Sitte mittlerweile schon wieder öfter zu sehen gewesen.

In den fünf Partien, die er als Zuschauer erleben musste, verlor die SG dreimal. Seit er mitwirken darf, ist die Bilanz sprunghaft besser geworden: Von sieben Spielen wurden sechs gewonnen, lediglich gegen Tabellenführer Eintracht Lüttchendorf wurde knapp 0:1 verloren. Wenn Sitte der Zuschauerrolle etwas Positives abgewinnen soll, dann "war das in dem Sinne nicht schlecht, dass man auch die Fehler besser sieht", sagt der 29-Jährige.

In der Offensive habe das neue Team "ein paar Raketen", aber in der Defensive präsentierte sich Reppichau oftmals zu löchrig. Dass es jetzt gerade defensiv besser läuft, daran hat auch Martin Sitte einen Anteil. Und: "Seit Thomas Berger zurück ist, passt das noch besser", sagt Martin Sitte. Doch auch selber bringt er defensive Qualitäten mit, die vorher gefehlt haben. Zudem kommt der Mittelfeldspieler auf dem Platz mittlerweile fast ohne Gelbe Karten aus. "Eigentlich habe ich in jeder Saison immer fleißig gesammelt, aber ich bin ruhiger geworden", sagt er, "ich meckere auch nicht mehr so viel."

Beim 3:1-Sieg gegen den MSV Eisleben hat er in seinem siebten Saisonspiel die erste Verwarnung gesehen - und die gab es für ein taktisches Foul. Der Erfolg war gut für das Selbstbewusstsein. "In der ersten Halbzeit war Eisleben spielerisch besser, da haben wir keinen Zugriff bekommen", sagt er. Die hohe Qualität der Einzelspieler sorgte dafür, dass aus einem 0:1-Rückstand zur Pause eine 2:1-Führung wurde. Selbst die Rote Karte für Kevin Jersak (36.) warf das Team nicht aus der Bahn. Stattdessen machte Reppichau nach der Pause das 3:1. "Und das in Unterzahl, das war stark", sagt Martin Sitte. Und endlich darf er Teil des Ganzen sein.


Quelle:MZ


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