SV Grün-Weiß Wörlitz e.V.

VL: Zweimal in allerletzter Sekunde

News Team, 04.12.2017

VL: Zweimal in allerletzter Sekunde

BITTERFELD/MZ - Klar, vor dem Spiel hätte Eintracht Elster so ein Angebot direkt unterschrieben: 2:2 beim Team der Stunde. Einen Punkt geholt beim Co-Spitzenreiter, auswärts in Thalheim. Aber nun, nach diesem Spielverlauf? Tobias Klier blieb ehrlich. "Es trauert jetzt keiner", sagte der Trainer von Eintracht Elster, "aber es ärgert uns schon."

Bis zur letzten Aktion hatten die Gäste bei ihrem Mitaufsteiger aus der Landesliga 2:1 geführt. "Dann verteidigen wir die Flanke nicht und Tim Jonietz, macht das, wofür er da ist." Den Ausgleich. Jonietz war es auch, der Thalheim - immerhin mit sieben Siegen in Folge in die Partie gegangen - nach einer torlosen ersten Halbzeit in der 53. Minute in Führung schoss. Doch die Eintracht ist im Verlaufe dieser Saison effektiver geworden: Jakub Picha mit einem Dropkick (70.) und Felix Röder mit einem Strafstoß (88.) drehten die Partie - und fast wäre die große Sensation des Spieltages eingetreten. "Das Unentschieden geht am Ende in Ordnung", meinte Tobias Klier.

Auch im Dessauer Schillerpark gab es am Sonnabend späten Jubel: Abwehrspieler Felix Zilke war es, der in der Nachspielzeit eine Flanke von Julian Bittner in die Maschen setzte und damit seinem personell arg gebeutelten SV Dessau 05 gegen den VfB Sangerhausen zumindest einen Punkt rettete. Die Personalnot der Dessauer war so groß, dass sich in der 68. Minute 05-Trainer Lucian Mihu selbst einwechseln musste. Nur zwei Minuten später hatte er so beste Sicht auf den Führungstreffer des VfB durch Pascal Ibold. Doch Zilkes Coolness mit dem Abpfiff bewahrte die Dessauer vor der zweiten Heimniederlage.

Noch größer fiel der Jubel in Piesteritz aus, wo Grün-Weiß durch den 2:0-Heimerfolg (Tore: Florian Freihube, Kevin Redlich) gegen den Haldensleber SC die Rote Laterne an den MSV Börde Magdeburg (1:3 gegen Spitzenreiter Zorbau) abgab. Zwar sind es bei gleicher Punktzahl nur vier Tore mehr, die den Unterschied zwischen unten und ganz unten bedeuten - psychologisch aber war der zweite Saisonsieg trotzdem Gold Wert. "Der Sieg hätte sogar höher ausfallen müssen, wenn wir unsere Konterchancen besser genutzt hätten", meinte Trainer Sascha Prüfer, "jeder war sich bewusst, worum es diesmal gegangen ist."


Quelle:MZ


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