SV Grün-Weiß Wörlitz e.V.

Nicht mehr zu retten?

News Team, 14.05.2018

Nicht mehr zu retten?

BITTERFELD/WITTENBERG/MZ - Nein, es gab am Sonntag für Sascha Prüfer keinen Grund mehr, um drumherum zu reden. „Wir brauchen jetzt“, sagte der Trainer von Fußball-Verbandsligist Grün-Weiß Piesteritz, „ein kleines Wunder.“ Tags zuvor hatte seine Mannschaft ihr viertletztes Saisonspiel daheim gegen den VfB Sangerhausen mit 2:3 (0:1) verloren. Schon damit waren die Chancen der Piesteritzer auf den Klassenerhalt deutlich gesunken.

Haldensleben gewinnt

Als dann jedoch am Sonntag auch noch Haldensleben überraschend 1:0 in Arnstedt siegte, wurde alles noch schlimmer: Fünf Punkte liegen die Grün-Weißen aktuell hinter Rang 14 (Haldensleben), sechs hinter Platz 13 (Elster) zurück - bei noch drei Spielen. Und ob genau dieser 13. oder 14. Platz am Ende überhaupt wirklich reichen, um die Liga, zu halten, ist ebenfalls noch nicht klar, weil abhängig von den Absteigern aus den höheren Ligen. „Letztendlich“, gab Prüfer zu, „brauchen wir jetzt aus drei Spielen neun Punkte.“

Ganz so viele sind es für Eintracht Elster zwar nicht, aber auch der zweiten Verbandsliga-Vertreter aus dem Landkreis Wittenberg kam am Wochenende keinen Schritt weiter. „Wir haben es dem Gegner gestern wieder zu einfach gemacht und auch leichte Tore bekommen“, ärgerte sich Elsters Trainer Tobias Klier über das 2:4 beim VfB Imo Merseburg. „daher konnten wir mal wieder nichts Zählbares mitnehmen.“ Merseburg war bis zur Pause 2:0 in Führung gegangen, kurz nach dem Wiederanpfiff verkürzte Pitt Schultz zwar auf 1:2, doch der Doppelschlag von John Winkler in der 52. und 59. Minute bedeutete die Vorentscheidung, Benjamin Witt gelang fünf Minuten vor dem Ende noch das 2:4. Elster verblieb damit bei 29 Punkten. „Die Tabellensituation ist unverändert kritisch für uns“, meinte Tobias Klier, „so lange wir keine 30 Punkte oder mehr haben wird es immer enger nach hinten.“

Wichtige drei Punkte

Genutzt hat dies im übrigen ausgerechnet dem 1. FC Bitterfeld-Wolfen. Der Club konnte durch seinen 2:1-Auswärtssieg beim Schlusslicht MSV Börde Magdeburg an Elster vorbeiziehen und verfügt dadurch nun eben genau über diese ominösen dreißig Punkte. Die so wichtigen drei Zähler - die im übrigen auch den Abstieg für den MSV Börde endgültig besiegelten - sicherte Kevin Elfleins Tor in der 85. Spielminute. Genau eine halbe Stunde zuvor hatte Michel Saliger das 1:1 erzielt, Magdeburg führte zuvor seit der zehnten Minute.

Noch größeren Jubel gab es am Sonnabend nur im Dessauer Schillerpark: Der 4:2-Auswärtssieg von Blau-Weiß Zorbau sicherte den Burgenländern den Aufstieg in die Oberliga. Und das als aktueller Tabellenzweiter bei noch zwei regulären Spieltagen. Eine ungewöhnliche Konstellation macht dies möglich: Da der Nordostdeutsche Fußball Verband (NOFV) schon Anfang April das Interesse aller Verbandsligisten zum Oberliga-Aufstieg abfragte, musste sich Zorbau in der Tabelle nur noch mit Konkurrent Rot-Weiß Thalheim beschäftigen. Und der kann, obwohl ihm ein 1:0-Heimsieg (Tor: Timo Jonietz, 45.) gegen Fortuna Magdeburg gelang, die Zorbauer nicht mehr abfangen. Passend zum Tag: Fünf der sechs Tore im Schillerpark erzielte Zorbau selbst, neben Stefan Heisigs zwischenzeitlichem 1:2 (37.) war der erneute 2:3-Anschluss ein Eigentor des Aufsteigers aus Zorbau. Nun steht nur noch die Entscheidung aus, ob Zorbau als Meister aufsteigt oder als Tabellenzweiter.

Sascha Prüfer interessiert das wenig. „Der Schmerz über die Niederlage am Sonnabend lässt auch am Tag danach noch nicht nach“, gab Prüfer zu. Gegen Sangerhausen hatte seine Mannschaft einmal mehr alles gegeben, vor dem Tor aber nicht kaltschnäuzig genug agiert. „Die anderen aber eben schon“, sagte Prüfer. Und es tat weh.

„Der Schmerz über die Niederlage lässt nicht nach.“

Sascha Prüfer Trainer Grün-Weiß Piesteritz Foto: oliver harloff


Quelle:MZ


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