SV Grün-Weiß Wörlitz e.V.

WM 2018: Ein Märchen für Petersen

News Team, 16.05.2018

WM 2018: Ein Märchen für Petersen

DORTMUND/WERNIGERODE/MZ - Andreas Petersen (57) bringt als Trainer-Haudegen so schnell nichts aus der Fassung. Dieser eine Anruf von Sohn Nils schon. „Ich habe geheult wie ein Schlosshund“, sagte er dem MDR. Nils Petersen hatte ihm nämlich das Geheimnis der WM-Nominierung verraten: Bundestrainer Joachim Löw hat ihn, den 29-jährigen Stürmer des SC Freiburg, der aus Wernigerode stammt, in den vorläufigen Kader für das Turnier in Russland berufen. Ein Sachsen-Anhalter hat die Chance, Weltmeister zu werden. Natürlich haute das Papa Andreas, bis Saisonende Trainer beim Regionalligisten Germania Halberstadt, aus den Socken.

Nils Petersens letzter Auftritt in einem Adler-Trikot endete mit einem Fehlschuss - und Silber bei den Olympischen Spielen 2016. Im Finale gegen Brasilien verschoss er seinen Versuch im legendären Maracanã-Stadion und ermöglichte Neymar die Gelegenheit zum entscheidenden Treffer beim 5:4 im Elfmeterschießen. So überraschend Petersen vor zwei Jahren von Horst Hrubesch für den Olympia-Kader nominiert worden war, so unerwartet kommt nun die Wahl von Löw. „Die Nominierung ist eine sehr große Ehre für mich. Ich habe damit nicht wirklich gerechnet und bin sehr dankbar. Die Chance, dabei sein zu können, ist die Krönung der Saison“, ließ Petersen durch seinen Klub mitteilen. Er selbst ist im Kurz-Urlaub und hat sein Handy abgestellt. „Von ihm erhoffe ich mir einiges“, sagte Löw am Dienstag über den 15-fachen Saison-Torschützen. „Nils hat noch nicht so viel internationale Erfahrung. Aber ich glaube, er wächst mit seinen Aufgaben.“

Die Rolle des gefallenen Helden kommt Mario Götze zu. 2014 noch umjubelter Siegtorschütze im WM-Finale gegen Argentinien, ist er nun schon aussortiert. „Er hat nicht seine Form gezeigt, die er bringen kann“, sagte Löw.

Einen Sonderstatus, aber keinen Freifahrtschein erhält Manuel Neuer. „Ohne Spielpraxis ins Turnier zu gehen, ist schier unmöglich“, sagte Löw über den verletzten Bayern-Torwart.

Übrigens: Löw und der Nationalmannschaftsdirektor Oliver Bierhoff haben ihre Verträge vorzeitig verlängert, Löw bis 2022, Bierhoff sogar bis 2024.

Andreas Petersen

Vater und Halberstadt-Coach


Quelle:MZ


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