SV Grün-Weiß Wörlitz e.V.

Eintracht plant die Zukunft

News Team, 16.10.2020

Eintracht plant die Zukunft

WITTENBERG/MZ Die beiden Fußball-Verbandsligisten des Kreises haben am Samstag Heimvorteil. Die Partie in Piesteritz wird um 12.30 Uhr und die Begegnung in Elster um 14 Uhr angepfiffen. Am Sonntag um 14 Uhr steigt in Kemberg das große Derby mit Trebitz in der Landesliga.

Piesteritz - Weißenfels

Beim FC Grün-Weiß Piesteritz gab es nach dem 0:8 im Derby gegen Elster eine Reaktion. „Das Trainerteam Neuberg/Sternitzke setzte die Intensität im Training punktuell höher an. Dazu legten sie den Fokus auf das defensive Umschaltspiel, um dort wieder die nötigen Prozente für eine erfolgreiche Umsetzung heraus zu kitzeln“, erklärt der Mannschaftsverantwortliche Markus Günl auf der FC-Homepage. Die Gäste dürften dagegen mit viel Selbstbewusstsein anreisen. „Sie konnten im Ligabetrieb seit den letzten vier Spieltagen nicht mehr bezwungen werden und sind daher klarer Favorit im Volkspark“, so Günl. Vor zwei Jahren trafen beide Teams zuletzt aufeinander. Weißenfels siegte in Piesteritz 5:1. Das Ehrentor erzielte Michael Müller. Allerdings kann der Blick auf die Tabelle auch Mut machen. Die Gastgeber rangieren auf Rang neun, der Kontrahent belegt Platz zwölf und ist damit etwas mehr im Zugzwang. Das verspricht ein Spiel auf Augenhöhe. Beim FC steht hinter dem Einsatz von Jonny Karaschewski laut Günl noch ein Fragezeichen. Der 25-Jährige plagt sich mit Rückenproblemen. Es gibt aber auch positive Nachrichten aus dem „Lazarett“: Christoph Düsedau nahm nach längerer Verletzungspause wieder am Training teil. Ebenso hat Yannic Gauert seinen operativen Eingriff erfolgreich überstanden, informiert Günl.

Eintracht Elster - Barleben

Elsters Ambitionen werden mit einer Meldung vom Wochenanfang unterstrichen: Mit Marvin Temp wechselt ein junger Spieler, der zuletzt beim 1. FC Magdeburg mit einem Profivertrag ausgestattet war, in den Brale-Sportpark und erweitert damit die Riege der im FCM-Nachwuchs ausgebildeten Akteure in Elster. Templ ist aber erst Ende Dezember spielberechtigt.

Oliver Pöllmann, der Ende der vorigen Saison ebenfalls im Profikader in Magdeburg stand, erklärt im aktuellen Programmheft das Vorhaben der Eintracht: „Unser Ziel ist es, 40 Punkte so schnell wie möglich zu holen und als Team immer weiter zusammen zu wachsen. Aber ich denke, die Zukunft hält viel bereit für uns.“

Doch dafür müssen die Hausaufgaben in der Gegenwart erfüllt werden. „Wir wollen nach langer Zeit auch wieder zu Hause gewinnen. Dazu müssen wir ordentlichen Fußball auch schon in den ersten 20 Minuten spielen“, sagt Elsters Trainer Tobias Klier, der aber auch vor den Kontrahenten warnt: „Offensiv ist Barleben stark. Ihr Stürmer Denny Piele ist der aktuelle Spitzenreiter der Torjägerliste. In der Defensive haben sie nach Abgängen aber Schwächen“, so Klier.

Tatsächlich kann der Ex-Oberligist mit dem Start überhaupt nicht zufrieden sein. Der Platz 13 liegt deutlich hinter den Erwartungen zurück. Die Elf muss sogar aufpassen, nicht noch in den Abstiegskampf verwickelt zu werden. Die Gäste sind jetzt auch auswärts im Zugzwang. Nicht nur Elster braucht Punkte. Im vergangenen Jahr gewinnt die Eintracht durch Tore von Pitt Schultz, Patrick Behrend (2) und Andreas Schmidt mit 4:0. Dabei fallen aber drei Treffer erst in den letzten acht Minuten. Am Samstag hat Klier wieder eine Option mehr: Konrad Schramm hat seine Oberschenkelverletzung auskuriert. Dagegen wird Marc Plewa mit einer Knöchelverletzung weiter ausfallen.

Kemberg - Trebitz

In der Partie steckt viel Brisanz. „Ich hoffe auf ein faires Spiel und dass die Zuschauer nach der Begegnung sagen: Das war ein geiles Derby“, so der Trebitzer Trainer Matthias Kleffe. Seine Elf ist seit drei Ligaspielen ungeschlagen, hat aber im Pokal gegen Oberligist Sandersdorf mit 1:8 verloren. „Das war eine ordentliche Laufeinheit“, sieht das Kleffe nicht unbedingt als Nachteil an. Offensichtlich haben die Trebitzer leichte Personalprobleme. „Im Normalfall sind bei einem Derby alle fit. Am Sonntag wird es nicht normal sein“, so Kleffe. Die Derby-Statistik spricht für die Gäste. Aber auch Kemberg hat schon gewonnen. „Wir führen 2:0, erhalten eine Rote Karte, verschießen einen Elfer und verlieren 2:3“, erinnert sich Kleffe.


Quelle:mz