SV Grün-Weiß Wörlitz e.V.

Abbruch der Handball-Saison Traurig für die Fans und auch für die Spieler

Presse Team, 23.02.2021

Abbruch der Handball-Saison Traurig für die Fans und auch für die Spieler

Abbruch der Handball-Saison Traurig für die Fans und auch für die Spieler

22.02.21, 10:53 Uhr

Starke Apollos

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Wieder

  • So wird der Saisonabbruch von Teams im Landkreis Wittenberg bewertet.

Wittenberg -

Die Entscheidung ist unwiderruflich gefallen. Die Handball-Saison im Land wird annulliert. Eine erneute Aufnahme des Spielbetriebs wird es nicht geben.

Lauf zur Olympia-Stadt

Die Entscheidung hat in Jessen niemanden überrascht. Michael Thieme hat schon im Vorfeld keine andere Alternative gesehen. Seine Frauen-Sieben spielt nach dem Aufstieg in der Sachsen-Anhalt-Liga, der höchsten Spielklasse im Land, und kann jetzt die neue Saison vorbereiten. Die Abbruchentscheidung sei „noch zu frisch“, um dazu etwas Konkretes zu sagen, so Thieme.

„Wir ziehen jetzt unsere Challenge durch“, sagt der Trainer. Die Sportler vom Jessener SV 53 und Allemannia Jessen laufen gerade die Strecke zur Olympia-Stadt Tokio. Mit dem Start in die neue Saison rechnet Thieme in „sechs oder sieben Monaten“. Ab Mai werde sich sein Team vorbereiten.

Auch die Radiser Männer, die ebenfalls in der höchsten Spielklasse des Landes antreten, sind enttäuscht. „Nun ist es traurige Gewissheit“, postet der Verein aktuell auf seiner Facebookseite. „Es ist aber noch die fairste Lösung. Trotzdem ist die Situation für jeden Verein ungünstig. Wir haben trainiert, trainiert und trainiert und dürfen nicht spielen. Sich unter diesen Umständen fit zu halten und sich zu motivieren, ist schwierig“, sagt am Sonntag der Radiser Handballchef Wolfhard Mensch im Gespräch mit der MZ.

Starke Leistung ohne Wert

Besonders bitter ist die Annullierung für die beiden Vertreter des Landkreises in der Männer-Verbandsliga. Die Oberliga-Reserve vom SV Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz liegt auf Rang drei. „Es ist schade für die Jungs“, sagt SV-Trainer David Kunze. Er sehe das aber „mit einem weinenden und einem lachenden Auge“.

Der Übungsleiter ist davon überzeugt, dass es bei einem möglichen Re-Start mit der notwendigen Vorbereitungszeit zu Problemen gekommen wäre. „Es drohten Wettbewerbsverzerrungen“, sagt Kunze. Jetzt aber könne jeder die neue Spielzeit in Ruhe vorbereiten.

Auch die Apollensdorfer Handballer können aktuell auf einen starken Platz sechs verweisen. „Nach der Norweger-Methode, die im vergangenen Jahr angewendet wurde, ist es sogar Rang vier“, sagt Jens Beese, der die Apollos gemeinsam mit Gerald Rietz erfolgreich gecoacht hat.

Das es nun nicht mehr weitergeht, sei „traurig für die Fans und für uns“. Trotzdem sagt Beese: „Ich bin froh über die Entscheidung. Wir haben jetzt Planungssicherheit.“ (mz)


Quelle:MZ