SV Grün-Weiß Wörlitz e.V.

Einstige Helden stehen unter Kritik

Presse Team, 07.04.2021

Einstige Helden stehen unter Kritik

Einstige Helden stehen unter Kritik

FUSSBALL Wie eine regionale Talkrunde die Situation in der National-Elf sieht.

WÖRLITZ/MZ - Besondere Ereignisse erfordern außergewöhnliche Reaktionen. Die Experten „Der Donnerstagscouch“ analysierten in der jüngsten Talkrunde nicht nur das regionale Fußball-Geschehen, sondern auch die Ereignisse rund um die Nationalmannschaft. Anlass dafür war die „spektakuläre“ - Boulevardmedien sprechen auch von einer Mega-Blamage - 1:2-Niederlage der deutschen Elf gegen Nordmazedonien in einem Qualifikationsspiel für die Weltmeisterschaft in Katar. Dabei fällt die Wörlitzer Runde ein vernichtendes Urteil zum Weltmeister-Trainer von 2014, Jogi Löw. „Er hat keine Ideen Einstige Helden stehen unter Kritik mehr“, sagt Florian Gaul. Für den Präsidenten des ESV Bergwitz hat der Coach ein „erfolgreiches System“ ohne Not geändert. Die Runde ist sich auch in einem Punkt sehr schnell einig: Es sollte noch vor der Europameisterschaft gehandelt werden. Doch für einen möglichen Nachfolger hat jeder so seine eigenen Vorstellungen. Den Namen Ralf Rangnick - „Der spekuliert schon.“ - bringt Martin Retzlaff, Präsident vom SV Arendsee, ins Spiel. Steve Schaller nennt den deutschen U21-Trainer Stefan Kuntz als heißen Kandidaten. „Er macht astreine Arbeit“, sagt der Sportliche Leiter vom VfB Gräfenhainichen. „Kuntz hat keine Lobby“, meint Retzlaff dazu. Deshalb würde Lars Ries die „komplette Truppe“ der Verantwortlichen austauschen. Der Wörlitzer Moderator der Talkrunde schlägt Jürgen Klopp als Alternative vor. Doch der Wahl-Liverpooler steht möglicherweise für das Amt nicht zur Verfügung. „Wenn ich einen Anruf bekomme, muss ich für mein Land da sein“, sagt Schaller dazu. „Wer in der Nationalmannschaft spielt, muss das mit Herzblut tun“, erklärt der Wörlitzer Spielertrainer Daniel Richter. Tatsächlich hat auch Retzlaff noch einen anderen Schuldigen für das Desaster im jüngsten Spiel ausgemacht. „Timo Werner wird Ehrenbürger in Nordmazedonien“, scherzt der frühere Oberliga-Schiedsrichter über den ExStar von RB Leipzig. Tatsächlich ist der Londoner Chelsea-Legionär ein „Held des Abends“. Sein Fehlschuss vor dem freien Tor in der 80. Minute - es stand 1:1 - leitete die Niederlage ein. Der Kontrahent vom Balkan konnte nur so noch die Sensation schaffen. Das Ergebnis passt gut zum Debakel bei der Weltmeisterschaft 2018, zum letzten Platz in der Nations-League oder dem 0:6 gegen Spanien. Die Experten der Donnerstagscouch würden jetzt die Reißleine ziehen, obwohl die Qualifikation für die Weltmeisterschaft in Katar trotz der überraschenden Niederlage nicht wirklich in Gefahr scheint.


Quelle:MZ